Rassekatzenzwinger - von Podwesnoi mostik

Russisch blau


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Rassekatzenzwinger "von Podwesnoi mostik", wer ist das?

Bei Gartenarbeiten an einem Wochenende lief uns am 28. Oktober 2004 ein kleines blaues Kätzchen, kläglich mauzend, regelrecht in die Arme. Wir nahmen sie auf wider jeglicher Vernunft, brachten sie ins Bad und stellten nach einer kurzen Inspektion fest, daß Hunger wohl ihr größtes Problem zu sein schien und der sichtliche Läusebefall wohl das kleinste Übel war. Nach einem befreienden Bad stellten wir einen Napf mit Futter hin, den sie wie ein Schaufelradbagger leerte.
Um ganz sicher zu gehen, verabreichten wir ihr auch noch eine Wurmkur, deren Erbenis uns sehr erschreckte – Würmer zwischen 5 bis 10 cm Länge.

Wir tauften sie auf den Namen Leonie, adoptiert vom Schaukelsteg.

Gleich am Montag darauf stellten ich sie unserem Tierarzt vor, der ganz überrascht auf Rassekatze tippte und unsere Vermutung bestärkte, daß es sich um eine Russisch-blau Kätzin handeln könnte. Als ich ihm die Umstände erzählten, konnte er es kaum fassen. Das Alter schätzte er auf ein halbes Jahr und so erhielt sie den 1. April 2004 zum Geburtstag erklärt.

Ihr ganzes Bauch- bzw. Verdauungsproblem wurde nach und nach wieder in Ordnung gebracht, auch ihr Freßverhalten beruhigte sich allmählig.
Leonie wuchs heran und gedieh prächtig und sie sah immer mehr wie eine richtige „echte“ Russisch blau aus.

Ich begann im Internet nach Züchtern zu suchen und fragte sie, ob sie im Raum Chemnitz eine vielleicht verkaufte kleine Kätzin vermißten, auch bat ich Herrn Schubert, Vorsitzender der Internationalen vereinsunabhängigen Interessengemeinschaft für Russisch-Blau Rassekatzen e.V. um Hilfe, aber bis zum heutigen Tage bleibt Leonies Herkunft in den Sternen geschrieben.

In unserem Verein wurde das Ereignis recht aufmerksam verfolgt und man sprach über die weitere Zukunft der Katze, das hieß: Ausstellung- erfolgreiche Bewertung- neuer Zwinger-Kater- Experimentalzucht.

Als Leonie das Alter der offenen Klasse erreichte, stellten wir sie das erste mal in der Novizenklasse aus. Sie bekam sofort das CAC und die Rasse stand beim ersten Hinsehen mit „Ah, endlich wieder mal eine Russisch blau“ schon fest.

Leonie wurde Champion und einer Zucht stand diesbezüglich nichts mehr im Wege.

Da wir bereits einen Rassekatzenzwinger vom Schaukelsteg für die Zucht von Persern haben, wollten wir nicht auch die „Russen“ über diesen Zwinger laufen lassen und da ich als alleiniger Züchter für die Perser eingetragen bin, konnte mein Mann als Züchter für Russisch blau seinen „Russenzwinger“ ins Leben rufen, nur wie sollte der heißen?

Selbstverständlich russisch klingend, mit russischen Namen für die Kitten und unverwechselbar und im Zusammenhang mit dem Schaukelsteg verbunden:

Deutsch: vom Schaukelsteg
Russisch: von Podwesnoi mostik

Die Katze war bereit, der Zwingername perfekt nun mußte ein passender Kater gefunden werden und dies war eigentlich das Schwierigste an der ganzen Sache. Alles offiziell, den Verein im Rücken und doch kam eine Ablehnung nach der anderen, bis sich endlich nach langer Suche eine Züchterin aus Köln fand und uns und der Leonie die Chance gab, den ersten Wurf zu bekommen.

Und der kam dann endlich am 24. Mai 2006 mit Aljoscha, Aljona und Anjuschka zur Welt und letztere blieb bei uns zum Zuchtaufbau.

Es ist nicht leicht als Experimentalzüchter bei alteingesessenen Russisch blau Züchtern Anerkennung zu finden, vielleicht verständlich, aber doch ist unsere Zucht ein himmelweiter Unterschied zur Schwarzzucht und vor allem offiziell und auch wenn man uns zur Aufgabe geraten hat, haben wir uns nicht unterkriegen lassen.

Neben der Leonie, die bis ans Lebensende bei uns bleiben wird, haben wir noch die Catjenka von Podwesnoi mostik und eine Kätzin aus unserer befreundeten Zucht der Familie Haag aus Kraichtal dazu gekauft, die Emmely von der Haagenburg, die uns am 9. Oktober 2010 vier Buben geschenkt hat.


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